Übersicht -> Archiv / Nachlese -> Nachlese / Veranstaltungen, Aktivitäten

1 2 3 4 5 6 7 8 9 Weiter



INTERVIEW MIT AMRITA ENZINGER 24-12-2017

Verkehrssprecherin der Grünen NÖ Autor: Die Redaktion

  Interview mit Amrita Enzinger  
   Verkehrssprecherin der Grünen NÖ   


Amrita, Du bist Verkehrssprecherin der Grünen Niederösterreich. Was sind deine Herzensanliegen?
Ich kämpfe mit meiner ganzen Leidenschaft und Überzeugung für besser ausgebauten und für alle leistbaren Öffentlichen Verkehr in NÖ. Außerdem für die Wiederbelebung und Attraktivierung von Regionalbahnen und die Ausweitung des 60 Euro Top Jugendtickets auf alle jungen Menschen in Ausbildung.

Was würdest Du in Niederösterreich verkehrstechnisch sofort ändern bzw. verwirklichen, wenn du die Möglichkeit dazu hättest?
Ich würde sofort das 365 Euro Jahresticket einführen. Damit hätten wir weniger Kosten für Öffi-NutzerInnen, weniger Umweltverschmutzung und vor allem endlich eine echte Alternative zum PKW! Längst überfällig ist auch der Schritt-für-Schritt Ausbau und die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrsnetzes. Denn im Moment bist du in weiten Teilen von Niederösterreich auf einen PKW angewiesen, da du gar keine sinnvolle Wahlmöglichkeit hast. Die Bedürfnisse der Menschen in der Mobilität haben sich geändert und Niederösterreich ist nicht mitgezogen, sondern in der Steinzeit steckengeblieben.

Wie sieht das Budget im niederösterreichischen Verkehrsressort aus und wie hoch sind die Ausgaben für öffentlichen Verkehr?
Das Jahresbudget im Verkehrsressort liegt bei ca. 7,4 Mrd Euro pro Jahr, aber davon sind nur 120 Mio Euro für den Öffentlichen Verkehr vorgesehen. Das kann und wird sich mit uns Grünen ändern. Statt Unmengen an Geld in Straßen zu stecken, wollen wir endlich in die Zukunft investieren und auf mehr und bessere Öffis setzen!

Die Grünen NÖ engagieren sich ja bekanntlich besonders für die Umsetzung des € 365,- Tickets. Wie ist das realisier- und finanzierbar?
Realisierbar ist es allemal, das zeigen Wien und Vorarlberg. In beiden Bundesländern übertrifft das 365 Euro Jahresticket alle Erwartungen. Was man dazu allerdings braucht, ist der politische Wille, und natürlich auch ein wenig Mut. Zur Finanzierung: zum Großteil finanziert sich das 365 Euro Jahresticket in Wien und Vorarlberg durch die hohen Verkaufszahlen selber. Ich bin aber auch eine Verfechterin der flächendeckenden LKW-Maut. Mit einem Teil der Einnahmen, die für den Öffentlichen Verkehr zweckgebunden sein müssten, könnte man Projekte für den Öffentlichen Verkehr umsetzen.
Was hindert PolikerInnen an einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Wien und Niederösterreich im Bereich öffentlicher Verkehr?
Mobilität hat grundsätzlich mit der Raumordnung zu tun. Und hier beginnt das große Problem. Gerade in der Raumordnung gibt es, bzw. gab es keine Planung, die über die Grenzen hinausschaut - egal, ob Gemeinde- Bezirks- oder Landesgrenzen. Das rächt sich nun! Was Jahrzehnte lang verabsäumt wurde, kann man nicht von heute auf morgen ändern.

Wie soll das Problem der niederösterreichischen PendlerInnen in Zukunft gelöst werden?
Ganz einfach: wir müssen alles unternehmen, damit Öffentliche Verkehrsmittel für PendlerInnen attraktiv werden. Das heißt: günstigere Tickets, bessere Taktung und vor allem Ausbau der Zubringer. Es bedarf vieler einzelner Mosaiksteine, um ein perfektes Ganzes im Öffentlichen Verkehr zu schaffen. Ich bin aber davon überzeugt, dass das machbar ist. Wir müssen allerdings jetzt mit der Umsetzung anfangen und nicht wieder Jahre verschlafen. Es wird – und da bin ich Realpolitikerin – viele Jahre dauern, bis wir ein Öffentliches Verkehrsnetz wie in der Schweiz bekommen. Dort fahren Öffis im Halbstunden- oder Stundentakt bis ins letzte Dorf – auch am Wochenende und zu schulfreien Zeiten und das selbstverständlich bis Mitternacht.

Gibt es besondere Projekte in Bezug auf e-Mobilität im Land Niederösterreich?
Die e-Mobiliät macht derzeit nur einen winzigen Bruchteil der Mobilität aus. Das kann sich aber ändern, wenn die Reichweite eines e-Autos erhöht und die Anschaffung günstiger wird. Grundsätzlich ist es ja so, dass bei einer Nutzung von Ökostrom ein e-Auto in puncto Schadstoffausstoß deutlich besser als ein Benziner oder Diesel abschneidet. Neben dem klaren Vorrang für Öffis, gibt es hier also Potential für eine Umstellung auf den Straßen. Es gibt auch schon einige erfolgreiche e-Mobilität Einzelprojekte in NÖ, genauso wie es beispielsweise Sammeltaxis oder von Vereinen gegründete Citybusse gibt. Es bleibt aber noch viel zu tun.

Liebe Amrita, herzlichen Dank für das Interview!

___

Rückfragen:
STR Christian Schrefel
christian.schrefel@gruene.at, +43 699 10107493





Terra Madre Day 2017 - Nachlese/Bilder 11-12-2017

Rückblick Autor: Die Redaktion

BILDER – Das war der Terra Madre Day 2017
Sonntag, 10. Dezember 2017, 18 Uhr
Buchingers Gasthaus „Zur Alten Schule“, Riedenthal





Es ist Zeit, das lokale Essen wieder zu entdecken...  
Slow Food ruft wieder in der ganzen Welt den Terra Madre Day aus.

Lebensmittel sind gut, wenn sie qualitativ hochwertig, schmackhaft und verantwortbar sind – gegenüber uns selbst, unseren Mitmenschen, sowie künftigen Generationen, als auch gegenüber der Natur, unserer Mitwelt. Um als sauber zu gelten, muss ein Produkt im Einklang mit den lebendigen Ökosystemen, unter Erhaltung der bio-kulturellen Vielfalt, in vorsorgender, verantwortungsvoller Weise hergestellt, verarbeitet und verteilt  sein. Darüber hinaus muss die Gesundheit des Bodens, der Pflanzen und Tiere, sowie der HerstellerInnen und KonsumentInnen geschützt und gestärkt werden. Lebensmittel sind fair, wenn sie vielfältige und wertschätzende Mensch-Mitwelt-Beziehungen im gesamten Lebens­mittelsystem widerspiegeln.






Die Party am Sonntag 02-11-2014

Nachschau in Bildern Autor: Die Redaktion



















WEITERE BILDER


4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16





Veranstaltungen Herbst 2014 19-10-2014

Einladungen und Nachschau Autor: Die Redaktion


 


 






ELGA - Podiumsdiskussion / NACHLESE 21-03-2014

NACHBERICHT Autor: Die Redaktion


  PA, WUI - Die Grünen, 09.04.2014, zur Podiumsdiskussion  ELGA  
 ELGA - ELEKTRONISCHE GESUNDHEITSAKTE 
 Problem oder Lösung? 


NRin Dr. Eva Mückstein, Gesundheitssprecherin Die Grünen; Dr. Sonja Bettel, freie Wissenschaft-Journalistin; Mag. Franz Frühwirth, Experte Qualitätssicherung in EDV Projekten; Dr. Manfred Penkler, Gemeindearzt in Schleinbach

Moderation: STR Christian Schrefel, Umweltstadtrat in Wolkersdorf, Sprecher der Grünen Bez. Mistelbach

ELGA – Weiterhin eine große Baustelle!
NRin Dr. Eva Mückstein hat derzeit wegen der vielen Unklarheiten ELGA betreffend die Abmeldungsvariante (optout) gewählt. Grundsätzlich würde sie eine freiwillige Anmeldungsvariante  bevorzugen und wird sich im Nationalrat für Verbesserungen im Sinne der Patienten einsetzen. Dr. Sonja Bettel beobachtet als Journalistin den Umgang mit Daten und die Datensicherheit sehr kritisch, bei ELGA sind für sie viele der Sicherheitsfragen nicht ausreichend geklärt. Franz Frühwirth sieht einen Vorteil in ELGA, dass Kompatibilitätsprobleme in der EDV im medizinischen Bereich gelöst werden und damit Einsparungspotentiale geschaffen werden können. Der praktische Arzt Dr Penkler sieht in Elga ein Sparprogramm. Es wird eine bürokratische EDV Infrastruktur geschaffen um Einsparungen z. B. durch Doppeluntersuchungen zu erzielen. Die Kommunikation im Gesundheitswesen soll verbessert werden. Dass aber die Verfassung von Entlassungsbefunden in unseren Krankenhäusern oft mehrere Monate braucht wird eine noch so tolle EDV Struktur kaum beschleunigen können. Den  Patienten sollen ihre Befunde zugänglich gemacht werden. Da dazu eine Bürgerkarte oder elektronische Signatur notwendig ist wird das für die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ein Wunschtraum bleiben.
 
Bezirkssprecher Schrefel, fasst zusammen, „technisch ist noch eine Riesenaufgabe zu erledigen, bevor die Patienten durch ELGA eine Erleichterung erfahren werden.
Wir Grünen werden in Zukunft verstärkt die Interessen der PatientInnen vertreten.“
  

Rückfragen:
STR Christian Schrefel 0699 10107493



1 2 3 4 5 6 7 8 9 Weiter



Visits: 1831236